ESV Lok Elsterwerda II vs. SG Zechin - Durchbruch blieb aus

Verbandsliga (Männer) - 8.Spieltag

Nichts zu holen, gab es für die SG Zechin auswärts beim Tabellenachten ESV Lok Elsterwerda II und musste sich klar mit 7:1 Mannschaftspunkten (MP) bei einem Stand von 3333:3266 Holz geschlagen geben. Zwar überzeugte man mit einer kompakten Teamleistung,  jedoch mangelte es an großen Ergebnissen, die das Spiel hätten kippen können. Die Duelle waren in allen Durchgängen  hart und eng umkämpft, so dass die Spannung durchaus vorhanden war. Nichtsdestotrotz gelang es den Gastgebern in den entscheidenden Momenten, die ausschlaggebenden  Akzente zu setzen, die letztendlich den Unterschied machten.  Der Durchbruch, endlich etwas Zählbares aus Elsterwerda mitzunehmen, blieb damit wieder einmal aus.

Im ersten Abschnitt schickten die Oderbrucher Andy Seidemann (545) und Sebastian Bonin (Ersatz SG Zechin II, 536) ins Rennen. Für Bonin war es in dieser Saison der zweite Einsatz auf Landesebene, in dem er erneut seine Aufgabe gut bewältigte. Dennoch fehlten die Punkte im Abräumen,  welche zudem durch einige Fehlwürfe liegen blieben.  Somit entwischte Heiko Jach (550) in den letzten Würfen immer wieder aufs Neue. Daher gewann der Heimakteur mit 3:1 Satzpunkten.  Auch Seidemann zog in seinem Match gegen Rüdiger Werner (560) durch zu viele Fehlwürfe ins Räumerspiel den Kürzeren. Folglich verbuchte Werner drei Sätze für sich. Damit führte der ESV mit 2:0 MP und mit 29 Holz.

Im Mitteldurchgang wollten die Greens mit ihrem bewährten Duo aus Karsten Glatzer (547) und Karsten Trabs (550) zurückschlagen, jedoch erwiesen sich Florian Schulze (562) und Günter Horn (572) als schwierige Gegner.  Dem Zechiner Duo fehlte es an großen Würfen in den Abräumen,  in denen die Gastgeber entweder mit sicherem Spiel oder mit Neunern überzeugten. Folgerichtig standen zwei sehr gute Resultate auf der Anzeigetafel der ESV-Akteure gegen die die Oderbrucher keine passende Antwort parat hatten.
So gingen die Greens erneut leer aus und standen mit 0:4 MP bei einem Rückstand von 66 Kegel mit dem Rücken zur Wand.

Im letzten Durchgang setzte die "Lok" Benjamin Kube, Kapitän der Bundesligamannschaft vom ESV Lok Elsterwerda, ein.  Ihm entgegen stellte sich Daniel Schneider,  der auf der ersten Bahn mit 157:128 Holz ordentlich Feuer bekam. Alles sah nach einer klaren Angelegenheit aus, aber Schneider gab sich nicht auf und versuchte das Beste aus seiner Lage herauszuholen.  Stück für Stück kämpfte er sich an den Bundesligisten heran und gewann zwei Bahnen infolge.  Damit ging er mit 2:1 Satzpunkten in Führung,  lag aber noch mit 17 Kegel zurück.  Im letzten Satz schaltete der Zechiner den Turbo ein und startete eine starke Offensive,  die am Ende mit einer 155er Abschlussbahn belohnt wurde. Mit 547:545 Holz und 3:1 Satzpunkten schlug Schneider den erfahrenen Bundesligaspieler! Damit erzielte er den Ehrenpunkt der Oderbrucher, der zudem umso mehr strahlte.  Indes geriet Marco Specht (541) zunächst gegen Klaus Ziesche (544) ins Hintertreffen. Aber dann steigerte er sich auf den nächsten Bahnen (143, 151) gehörig und übernahm die Führung in seinem Duell. Allerdings verhinderte ein katastrophaler letzter Satz und eine zu hohe Anzahl an Fehlwürfen das persönliche  Erfolgserlebnis.

Schlussendlich verbleiben die Oderbrucher im Mittelfeld mit einer ausgeglichenen Bilanz von 8:8 Punkten.  Am kommenden Samstag (30.11.) wird Semper/AdW Berlin auf heimischer Kulisse empfangen.  Die bisherige Übermannschaft um U18-Mannschaftsweltmeister Alex Karl, ehemals für Seelow aktiv, steht an der Ligaspitze. Um hier erfolgreich zu sein, wird nochmal eine Leistungssteigerung benötigt.  Zuschauer sind herzlich eingeladen,  das letzte Spiel der Hinrunde zu verfolgen.  Es wird sich definitiv lohnen.

Karsten Glatzer